Der Reverse Charge Mechanism wurde von der EU geschaffen, um den Handel im Binnenmarkt zu vereinfachen. Der Reverse-Charge-Mechanismus überträgt die Verantwortung für die Meldung einer Umsatzsteuertransaktion vom Verkäufer an den Käufer von Waren oder Dienstleistungen. Voraussetzung ist, dass beide Unternehmen umsatzsteuerlich registriert sind und die Rechnung dies widerspiegeln sollte, lese hier mehr darüber, wie Du deine Rechnung für B2B-Transaktionen erstellen kannst.


Wenn eine umgekehrte Belastung eintritt, meldet der Käufer seine Einkaufssteuer (Vorsteuer) und auch die Mehrwertsteuer des Verkäufers in seiner Umsatzsteuererklärung. Diese beiden Aussagen gleichen sich aus Sicht der Barzahlung aus, geben den Behörden aber gleichzeitig die volle Transparenz über die Transaktionen.


Wie wirkt sich der Reverse-Charge-Mechanismus auf die Berichte aus, warum diese Rechnungen gemeldet werden müssen?


Jede Transaktion zwischen zwei mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen mit Sitz in zwei verschiedenen EU-Ländern (einschließlich der Verbringung eigener Waren zwischen Lagern in verschiedenen Ländern) wird als umsatzsteuerfreie Transaktion im Abgangsland ausgewiesen (so der Verkäufer mit 0 MwSt. in der Mehrwertsteuererklärung und im Bericht der EG-Liste). Die gleiche Transaktion muss auch im Lieferland gemeldet werden (vom Käufer mit lokaler Mehrwertsteuer gemeldet; sowohl die Kauf- (Vorsteuer) als auch die Verkaufssteuer (Ausgangssteuer) werden ausgewiesen). 


Alle diese Transaktionen zwischen Amazon-Lagern werden in deine Berichte aufgenommen, da es sich nicht um reale Verkäufe handelt, sondern um die Nettowerte der Produkte, die Du auf deinem Konto angegeben hast. Lese hier mehr über die Produktkostenwerte und wie Du diese in VATjar einrichten kannst.


Grenzüberschreitende B2B-Transaktionen (ECA genannt - innergemeinschaftliche Übernahmen und ECS - innergemeinschaftlicher Verkauf) haben keine Auswirkungen auf den zu zahlenden Mehrwertsteuerbetrag.


Aus Sicht der Compliance ist es jedoch sehr wichtig, diese Transaktionen zu melden. Ein Versäumnis bei der Meldung aller ECA- und ECS-Transaktionen kann zu Sanktionen führen.

Aus diesem Grund ist es auch sehr wichtig, dein Konto richtig einzurichten - einschließlich der Bereitstellung ALLER Produktwerte (auch wenn sie nicht mehr aktiv sind) - wenn Du die Werte nicht angibst, werden wir diese Waren mit einem Wert von 0,10 Euro melden.


Jede B2B-Transaktion (Kauf, Verkauf, Warenbewegung zwischen Nicht-Amazon-Lagern in verschiedenen Ländern) deines Unternehmens, die außerhalb des Amazon-Marktplatzes teilgenommen hat, muss uns gemeldet werden, um in deine Berichte aufgenommen zu werden.


Wie wirkt sich das auf dich aus? Was hast du zu tun?


Du musst sicherstellen, dass deine Rechnungen korrekt eingerichtet sind. Wie Du Rechnungen für B2B-Transaktionen einrichtest, erfähtst Du hier. Wenn deine Rechnungen nicht konform sind, können deine Umsatzsteueranmeldungen direkt betroffen sein.